St. Florianer Sängerknaben

Geschichte

Die St. Florianer Sängerknaben: Große Tradition

Die Geschichte des nahe Linz gelegenen Stiftes St. Florian geht auf die frühchristliche Begräbnisstätte des Märtyrers Florian (304) zurück. Der von Carlo Carlone und Jakob Prandtauer errichtete Barockbau gehört zu den prächtigsten Denkmälern der Baukunst in Österreich. Der Bestand des Sängerknabeninstitutes ist ab dem Jahr 1071 nachgewiesen, in dem die Augustiner Chorherren das Stift übernahmen.

Viele Musiker sind aus den Reihen des Sängerknabenchores hervorgegangen, der berühmteste ist Anton Bruckner, dessen Name mit St. Florian untrennbar verbunden ist.

Seit ca. 50 Jahren führt das Stift keine Privatschule mehr. Die Sängerknaben wohnen im Internat und besuchen die öffentlichen Schulen im Ort. Seit 1991 gibt es an der Hauptschule bzw. Neuen Mittelschule St. Florian eigene Klassen für die Sängerknaben.

Bis vor wenigen Jahrzehnten waren die Sängerknaben fast ausschließlich für die Gestaltung der Kirchenmusik im Stift da. Unter Prof. Hans Bachl (musikalische Leitung) und Präfekt Josef Leitner (Konviktsdirektor) unternahmen sie erste Konzertreisen ins Ausland und waren bei Wettbewerben erfolgreich.

Heute hat der Chor vielfältige Aufgaben: Die Kirchenmusik spielt nach wie vor eine wichtige Rolle, die Sängerknaben sind aber auch ein international gefragter Chor, der Konzertreisen in alle Erdteile unternimmt, CDs aufnimmt und häufig im Fernsehen auftritt. Die Buben wirken sowohl bei bedeutenden Musikfestspielen als auch in großen Opernhäusern mit. Chorleiter ist seit 1983 Prof. Franz Farnberger.

1996 wurde der Verein "Freunde der St. Florianer Sängerknaben" gegründet, der ein Jahr später auch die Trägerschaft der Institution übernommen hat. Die völlige Neugestaltung des Internats samt dazugehörigen Außenanlagen, die Schaffung von Personalressourcen zur optimalen Betreuung der Knaben in pädagogischer, künstlerischer und wirtschaftlicher Hinsicht wurde durch diesen Verein ermöglicht, der seither Garant für eine erfolgreiche Zukunft der St. Florianer Sängerknaben ist.